Freie evangelische Gemeinde - was bedeutet das?

 

Wen der Sohn Gottes frei macht, der ist wirklich frei (Die Bibel, Johannes 8,36)

Als Gemeinde nennen wir uns frei. Damit ist zunächst die Freiheit vom Staat gemeint (wir erheben z.B. keine Kirchensteuer), und das Prinzip der Freiwilligkeit. Nur der gehört dazu, der es möchte. Die Freiheit, die im voranstehenden Bibelvers angesprochen ist, ist jedoch unsere wertvollste Freiheit:

► Es ist die Freiheit, die Jesus Christus verleiht und die ein Leben mit ihm ermöglicht. Sie hat nicht mit einer Gemeindezugehörigkeit zu tun, sondern wird jedem geschenkt, der sich mit ihm auf den Weg macht. Es geht um eine Freiheit im Leben, die tiefer geht, als die meisten Angebote in dieser Welt. Wen Jesus Christus frei macht, der ­– so erleben wir es ­– ist wirklich frei. Frei von Schuld ­– und frei, um ein voller Teil der Gesellschaft zu sein.

 

Seid bereit, die gute Nachricht vom Frieden mit Gott zu verkünden (Die Bibel, Epheser 6,15)

Wir sind evangelisch eingestellt. Das hat nicht nur mit unseren Wurzeln zu tun:

► Die erste deutsche Freie evangelische Gemeinde wurde 1854 in Elberfeld (Wuppertal) durch Hermann Heinrich Grafe und Mitstreitern gegründet, die sich zuvor in der staatskirchlichen Reformierten Gemeinde engagierten. Ihr Anliegen war es, den "evangelischen" (von "Evangelium" = gute Nachricht) Impuls der Reformation in ihrer Kirche zu erneuern. Leider war das ihnen in den damaligen Strukturen der evangelischen Landeskirche nicht möglich. Aus diesem Grund gründeten sie eine neue Lokalgemeinde und dann 1874 den Bund Freier evangelischer Gemeinden, der bis heute aus selbstständigen Ortsgemeinden besteht. Wir sind uns ­– mal mehr, mal weniger ­– bewusst, dass wir uns in dieser Kirchentradition bewegen.

► Evangelisch eingestellt zu sein, hängt aber vor allem an unserer Grundeinstellung. Wie Martin Luther schon sagte, muss Kirche immer wieder neu reformiert werden. Diese Einstellung teilen wir, weil wir uns auf eine zeitlos gute Nachricht beziehen: Gott liebt jeden Menschen und geht uns hinterher. Er geht sogar so weit, dass er sich selbst gibt, damit der tiefe Bruch des Misstrauens gegenüber Gott und allen Lebewesen in dieser Welt überbrückt wird. Das ist die gute Nachricht vom Frieden mit Gott. Im sogenannten Apostolischen Glaubensbekenntnis, welches wir mit den Kirchen gemeinsam haben, wird der Friede mit Gott so ausgedrückt: „ Ich glaube an (…) Vergebung der Sünden, (…) und das ewige Leben.“  Wir sind also ganz schlicht Träger einer guten Nachricht, der besten überhaupt: Friede mit Gott und der Welt ist möglich!

 

Alle, die zum Glauben gekommen waren, bildeten eine Gemeinschaft (Die Bibel, Apostelgeschichte 2,44)

Wir sind Gemeinde - das heißt, dass wir eine organisierte Gemeinschaft sind, also eine Gruppe von Menschen, die etwas "gemein" haben. Als Gemeinschaft verstehen wir uns als Teil der großen Bewegung von Menschen, die in den Fußstapfen von Jesus Christus gehen wollen. Konkret heißt das:

► Bei uns spielt es keine große Rolle, woher Du kommst und was für eine Geschichte Du mitbringst. Wir wollen diese Unterschiede sogar umarmen. Uns verbindet das Vertrauen zu Jesus Christus, der es uns zutraut, einander anzunehmen und miteinander unterwegs zu sein. Als Gemeinschaft auf dem Weg wollen wir daher ein Zuhause bieten und in unserer Umwelt ein Unterschied sein. Formal ordnen wir uns dem Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland KdöR zu, fühlen uns aber mit allen Menschen verbunden, insbesondere mit denen, die sich zu Jesus Christus bekennen, wie er in der Bibel bezeugt ist.

► Mehr als Dogmen und Bekenntnisse verbindet uns der Heilige Geist (Gott in uns) mit allen Menschen guten Willens, von den ersten Jüngern Jesu bis heute, durch Gemeinden und Kirchen hinweg. Diese Verbundenheit drückt sich zur Zeit auch darin aus, dass wir als Vollmitglied in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Wetterau das Gespräch mit den Kirchen suchen, lokale Projekte mit der Evangelischen Allianz Friedberg/Bad Nauheim umsetzen und uns lokal im religiös-weltanschaulichen Gespräch engagieren.

Gemeindeleitung: Älteste und Diakone

Die Gemeinde wird von einem Kreis von Ältesten (=von der Gemeinde berufene Leitern) geführt. Sie werden in ihrer Leitung unterstützt durch Diakoninnen und Diakone.

Älteste sind zur Zeit:
Hans-Werner Bergmann, Daniel Beyer, Markus Sasse, Manuel Reimer, Markus Orth und Matthias Eichtinger.
 



Diakoninnen und Diakone sind zur Zeit:
Agnes Jäger, Christian Schulte, Sabine Seifert und Armin Huber

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